HDI-Leiterplatte
Was ist eine HDI-Leiterplatte?
High-Density-Interconnect-Leiterplatten (HDI) nutzen fortschrittliche Fertigungsverfahren: lasergebohrte Microvias, feine Leiterbahnbreiten und -abstände von typischerweise unter 100 Mikrometern sowie sequenzielle Laminierung. Damit erreichen sie eine wesentlich höhere Verdrahtungsdichte als herkömmliche Leiterplatten. HDI ermöglicht mehr Verbindungen auf kleinerer Fläche und ist deshalb für kompakte Hochleistungsprodukte wie Smartphones, Wearables, medizinische Implantate und fortschrittliche Computersysteme mit stark begrenztem Platinenplatz unverzichtbar.
HDI-Platinen werden nach der Komplexität ihrer Via-Struktur eingeteilt. Ein einfacher Aufbau kann je eine Microvia-Lage auf beiden Seiten verwenden (1+N+1). Fortgeschrittene Konfigurationen nutzen zwei oder mehr Microvia-Lagen (2+N+2, 3+N+3) und gegebenenfalls gestapelte Microvias für maximale vertikale Verbindungsdichte. Die Designregeln sind wesentlich enger als bei herkömmlichen Platinen. Sie erfordern spezielle EDA-Einstellungen, erfahrene Layoutingenieure und Fertigungspartner mit nachgewiesener HDI-Prozesskompetenz.
KI-Layout für komplexe HDI-Designs
HDI-Layout gehört zu den anspruchsvollsten und zeitaufwendigsten Aufgaben der Branche. Es verlangt Expertenwissen zu Microvia-Regeln, Einschränkungen der sequenziellen Laminierung und Feinleiter-Routing. Physikgestützte KI-Layoutengines eignen sich besonders für diese Herausforderungen, weil sie den komplexen Designraum systematisch und viel gründlicher untersuchen können als manuelle Iterationen. Dabei bewerten sie Microvia-Platzierung, Lagennutzung und Routing-Dichte unter engen HDI-Vorgaben. Teams können HDI-Designs so sicherer und schneller bearbeiten, selbst wenn erfahrene HDI-Layoutspezialisten fehlen.





