Passermarke
Was sind Passermarken?
Passermarken, auch Fiducials genannt, sind kleine, genau definierte Kupferstrukturen auf einer Leiterplatte, die automatischen Bestückungsanlagen als Ausrichtungsreferenz dienen. Bestückungsautomaten erkennen sie mit Bildverarbeitungskameras und bestimmen so die genaue Lage und Orientierung des Nutzens oder der einzelnen Platine vor der Bauteilplatzierung. Ohne genaue Passermarken kann der Automat Lageabweichungen auf Nutzen- oder Platinenebene nicht ausgleichen. Die Folge sind falsch ausgerichtete Bauteile und Bestückungsfehler.
Es gibt zwei Arten: globale Passermarken an den Ecken der Platine oder des Nutzens zur Gesamtausrichtung und lokale Passermarken nahe Feinrasterbauteilen wie BGAs und QFPs für lokale Ausrichtungsgenauigkeit. Ihre Gestaltung folgt festen Konventionen: typischerweise ein rundes Kupferpad mit 1mm Durchmesser und einer Lötstoppmaskenfreistellung von 2mm bis 3mm, die einen hohen optischen Kontrast für die Bildverarbeitung schafft. Passermarken müssen auf lötbaren Oberflächen mit geeignetem Finish liegen und dürfen nicht von Bestückungsdruck oder Lötstoppmaske verdeckt sein.
Passermarken für die Bestückung richtig platzieren
Die korrekte Platzierung von Passermarken wird beim Layout oft übersehen. Fehlende oder falsch spezifizierte Marken können erhebliche Verzögerungen bei der Bestückung verursachen. KI-gestützte Layoutwerkzeuge, die Bestückungsanforderungen bei der Erzeugung berücksichtigen, können globale und lokale Passermarken automatisch nach den Spezifikationen der vorgesehenen Anlagen platzieren. Damit ist jedes erzeugte Design ohne nachträgliche manuelle Ergänzungen für automatische Bestückung vorbereitet. Die Berücksichtigung solcher Details der Bestückungsinfrastruktur entspricht dem übergeordneten Ziel, nicht nur elektrisch korrekte, sondern vollständig fertigbare Designs zu erzeugen.





