Lötstopplack
Was ist Lötstopplack?
Lötstopplack – auch Lötstoppmaske genannt – ist eine dünne Polymerschicht, die auf die Kupferleiterbahnen und -flächen einer Leiterplatte aufgetragen wird, wobei nur die Bauteilanschlüsse und andere vorgesehene Bereiche zum Löten freibleiben. Die bekannte grüne Farbe der meisten Leiterplatten stammt vom Lötstopplack, der jedoch in vielen Farben wie Blau, Rot, Schwarz, Weiß und Gelb erhältlich ist. Lötstopplack erfüllt mehrere wichtige Funktionen: Er verhindert Lötbrücken zwischen eng beieinander liegenden Anschlüssen während der Bestückung, schützt das Kupfer vor Oxidation und Umwelteinflüssen und sorgt für eine elektrische Isolierung zwischen den Leiterbahnen auf den Außenlagen.
Der Lötstopplack wird im Leiterplattendesign als Erweiterung oder Verkleinerung relativ zu den Geometrien der Kupferpads definiert. Die Öffnung im Lötstopplack muss sorgfältig bemessen sein: Ist sie zu groß, können benachbarte Pads beim Reflow-Löten überbrückt werden; ist sie zu klein, kann der Lack auf die Pad-Oberfläche gelangen und die Benetzung mit Lot beeinträchtigen. Lötstoppstege (die Lackstreifen zwischen benachbarten Pads) haben Mindestbreiten, die je nach Hersteller variieren. Ein Unterschreiten dieser Anforderungen kann dazu führen, dass sich der Lack ablöst oder nicht richtig haftet.
Fertigungsgerechtes Design von Lötstoppmasken
Verletzungen der Lötstoppvorgaben sind eine häufige Ursache für Fertigungsprobleme bei Leiterplatten, insbesondere bei feinrasterigen Bauteilen, bei denen die Stegbreiten an ihre Grenzen stoßen. KI-gestützte Layout-Tools, die DFM-Beschränkungen bereits während der Erstellung berücksichtigen, stellen sicher, dass der Pad-Abstand und die Regeln für den Lötstopplack mit dem angestrebten Fertigungsprozess kompatibel sind. Durch die Validierung von Lötstopp-Abständen und Stegbreiten während der Bauteilplatzierung und Pad-Dimensionierung verhindern diese Tools, dass maskenbedingte Fertigungsfehler überhaupt erst in das Design gelangen.





